Einleitung

Die natürlichen Gegebenheiten und die Überreste der ehemaligen Schloß­gartenanlage bieten gute Möglichkei­ten, um einige für die Erhaltung einer gesunden Kulturlandschaft wichtige Lebensräume beispielhaft den Feri­engästen, aber auch den Einheimi­schen und vor allem den Schulkindern nahezubringen. Diese Lebensräume (Biotope) werden hier als Modelle dar­gestellt, ohne dadurch wirklich schüt­zenswerte Biotope zu betreten oder zu stören. Nur was man kennt, kann man schützen und sich so in dem jeweiligen Lebensraum richtig verhal­ten.

In dem Pavillon, der auf einem Gewöl­bekeller des früheren Schlosses errichtet wurde, können Sie sich über die Geschichte der Fohlenweide und des sie umgebenden "Thiergartens" ebenso informieren wie über geschützte und schützenswerte Tier­und Pflanzenarten sowie ausgewählte Lebensräume der Rhön.

Ein mit Sandsteinen gepflasterter Weg (den Sie nicht verlassen sollten) führt Sie durch eine auf einem Wall angepflanzte Feldhecke zu verschie­denen Gesteinsbiotopen:
· Muschelkalk

· Phonolithfelsen

· Basaltblockmeer

· Buntsandsteinfelsen

Im Anschluß an diese relativ trocke­nen Biotope folgt ein Feuchtbiotop mit Seggen und Binsen, und gleich dane­ben laden große Phonolithblöcke zum Verweilen am Tümpel ein, den Libel­len, Grasfrösche, Molche und Wasserschnecken sowie verschiedene Wasserpflanzen beleben.

Ein kleines Rinnsal mit Kiesgeröll ver­bindet diesen Feuchtbiotop mit einem Teich, der mit Rohrkolben und Knöte­rich bewachsen ist. Am darüber lie­genden Quellhang wurde ein Erlen­und Weidengebüsch angepflanzt.

Am Reisighaufen läßt sich die Ent­wicklung einer sogenannten "Benjes­hecke" verfolgen.

Die große Teichanlage mit ihren aus­gedehnten Flachwasserzonen und den beiden alten Lindenalleen ist als Naturdenkmal schon seit langem geschützt. Beide Teiche sind von be­sonderer Bedeutung für den Amphi­bienschutz, und die Linden bieten zahlreichen Vogelarten wegen ihres Totholzanteiles und der Astlöcher Nistmöglichkeiten und Nahrung.

Eine Streuobstanlage erstreckt sich weit über den unteren Osthang des Wadberges. Sie wird sich zu einer Bienenweide und im Herbst zu einem "Geschmackstest" für große und klei­ne Besucher entwickeln.

Der Rundweg endet unterhalb des Pavillons auf dem Rast- und Spiel­platz.

Wir bitten um eine schonende Be­handlung der Anlage und wünschen Ihnen Spaß bei der Begegnung mit unserer Natur.

Ihr

Naturpark Hessische Rhön

Redaktion:

0. Evers, S. Waldmann, W. Kiefer, E. Heider, H. Fritzlar

Fotos:

0. Evers, E. Plappert, E. Mittenmeier

Herausgeber:

Kreisausschuß des Landkreises Fulda

 
36145 Hofbieber (Rhön)
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